Lesezeit ca. 6 Minuten · psychoedukativer Ratgeber
Es war vor Monaten. Vielleicht vor Jahren. Und trotzdem: Bilder, die kommen, wenn du sie nicht willst. Körperliche Reaktionen auf harmlose Auslöser. Das Gefühl, nie wirklich in Sicherheit zu sein.
Das ist keine Schwäche. Das ist das Nervensystem, das die Gefahr gespeichert hat – und gelernt hat, überall nach ihr zu suchen.
Posttraumatische Belastungsstörung entsteht, wenn das Nervensystem ein traumatisches Erlebnis nicht vollständig verarbeiten kann. Das Erlebnis wird nicht als "abgeschlossen" gespeichert, sondern bleibt im impliziten Gedächtnis aktiv.
Durch wiederholte Traumatisierung (Kindheit, Missbrauch, Kriegsgebiet): zusätzliche Symptome in Identität, Beziehungen und Emotionsregulation. Braucht spezifischere Behandlung.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing): Von der WHO empfohlen, sehr gute Evidenz. Durch bilaterale Stimulation werden Traumaerinnerungen neu verarbeitet.
Traumafokussierte KVT (TF-KVT): Strukturierte Traumakonfrontation in sicherem Setting.
Somatic Experiencing: Körperorientierter Ansatz — Trauma "aus dem Körper heraus" bearbeiten.
Stabilisierung zuerst: Vor der Traumabearbeitung: Sicherheit und Stabilisierung. Kein guter Therapeut beginnt sofort mit der Traumakonfrontation.
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