Lesezeit ca. 6 Minuten · psychoedukativer Ratgeber
Es beginnt subtil. Die Witze, bei denen du nicht mitlachst. Die Meetings, zu denen du nicht eingeladen wirst. Die E-Mails, die alle bekommen außer dir. Und dann – direktere Angriffe. Öffentliche Demütigung. Arbeitsunfähigkeit. Schlaflosigkeit.
Mobbing am Arbeitsplatz betrifft laut Schätzungen 5–10% der Arbeitnehmer und ist eine der häufigsten Ursachen für psychische Erkrankungen im Berufskontext.
Nicht jeder Konflikt ist Mobbing. Mobbing hat Merkmale:
Typische Formen: Ausgrenzung, Gerüchte, Aufgabenentzug, öffentliche Kritik, Sabotage, Überwachung, Beleidigungen, sexuelle Belästigung.
Chronisches Mobbing führt zu: Schlafstörungen, Angstzuständen, Depression, PTBS-ähnlichen Symptomen, körperlichen Beschwerden, Verlust des Selbstvertrauens. Die Auswirkungen halten oft weit nach dem Ende der Situation an.
Dokumentieren: Datum, Situation, Zeugen. Schriftlich und sicher aufbewahren. Das ist die Grundlage für alles weitere.
Vertrauensperson aufsuchen: Betriebsrat, HR, Gleichbehandlungsbeauftragte, externe Beratungsstelle.
Professionelle psychologische Unterstützung: Gleichzeitig mit rechtlichen Schritten – Mobbing hinterlässt Spuren, die Begleitung brauchen.
Rechtliche Möglichkeiten: In Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt es Antidiskriminierungsschutz und arbeitsrechtliche Möglichkeiten. Gewerkschaft oder Arbeiterkammer kontaktieren.
Exit-Strategie: Manchmal ist der Schutz der eigenen Gesundheit wichtiger als das Halten des Arbeitsplatzes. Das ist kein Scheitern.
Mobbing macht das Denken schwer – Scham, Selbstzweifel, Erschöpfung. Mindflip hilft dir, die Situation klar zu sehen und erste Schritte zu planen. Die ersten Gespräche sind kostenlos.
Kostenlos startenMobbing ist keine persönliche Schwäche. Dieser Ratgeber ersetzt keine rechtliche oder therapeutische Beratung.
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