Lesezeit ca. 6 Minuten · psychoedukativer Ratgeber
Die Beförderung kam. Die Anerkennung kam. Und trotzdem sitzt du im Meeting und denkst: "Gleich merken die, dass ich keine Ahnung habe." Du attributierst Erfolge nach außen ("Glück", "Zufall", "die anderen haben es nicht gemerkt") und Misserfolge nach innen ("weil ich nicht gut genug bin").
Das ist das Impostor-Syndrom. Und es betrifft nach Schätzungen 70% aller Menschen mindestens einmal im Leben – besonders stark bei Hochleistenden und beim Einstieg in neue Rollen.
Je mehr du weißt, desto mehr siehst du, was du nicht weißt. Dunning-Kruger beschreibt die andere Seite: Inkompetente überschätzen sich, weil ihnen das Wissen fehlt, die Lücken zu sehen. Wer die Tiefe eines Feldes sieht, wird bescheidener – und missliest das als eigene Unzulänglichkeit.
Externalisieren: Führe ein "Erfolgs-Journal" – konkrete Fakten darüber, was du geleistet hast. Das Gehirn braucht Gegenbeweise für seine Geschichte.
Mit anderen sprechen: Impostor-Syndrom lebt in der Stille. Fast jeder zweite Kollege im Raum hat dieselbe innere Erfahrung – aber alle spielen "ich hab's drauf".
Kompetenz von Wert trennen: Du musst nicht alles wissen, um Wert zu haben. Neugier und Lernbereitschaft sind oft wertvoller als fertig-Wissen.
Fehler erlauben: Wenn du einen Fehler machst und du fliegst nicht auf – dann ist dein Modell vielleicht falsch.
Impostor-Syndrom lebt von unkontrollierten Gedanken. Mindflip hilft dir, die Geschichte, die du dir erzählst, genauer anzusehen – und zu überprüfen, ob sie stimmt. Die ersten Gespräche sind kostenlos.
Kostenlos startenImpostor-Syndrom ist kein klinisches Syndrom im diagnostischen Sinne, aber real und belastend. Dieser Ratgeber ersetzt keine Therapie.
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