Lesezeit ca. 6 Minuten · psychoedukativer Ratgeber
Du liebst deine Kinder. Und gleichzeitig willst du manchmal einfach weg. Diese zwei Dinge gleichzeitig zu fühlen ist kein Widerspruch – es ist Eltern-Burnout.
Moëira Mikolajczak, die belgische Psychologin die den Begriff prägte, zeigt: Eltern-Burnout betrifft 5–8% der Eltern in westlichen Ländern. Und es trifft besonders die Engagiertesten.
Arbeitsburnout entsteht in der Distanz zwischen Anforderung und Ressource. Eltern-Burnout entsteht an einem Ort, an dem man liebt – und aus dem man sich nicht einfach zurückziehen kann. Das macht es komplizierter und schambesetzter.
Wer alles geben will, kann alles verbrauchen. Hohe Elternideale, Perfektionismus, wenig Unterstützung, das Gefühl, keine Pause nehmen zu dürfen – das ist die Kombination, die Burnout schafft.
Gesellschaftliche Botschaft: "Das Beste für dein Kind, immer" kombiniert mit "als gutes Elternteil gibt man sich hin" ist ein Rezept für Erschöpfung.
Entlastung, nicht Optimierung: Eltern-Burnout braucht weniger Stress, nicht mehr Effizienz-Strategien.
Scham ablegen: Erschöpft als Elternteil zu sein bedeutet nicht, kein gutes Elternteil zu sein. Es bedeutet, dass du mehr gegeben hast als du hattest.
Systematische Unterstützung: Partner, Familie, Kindertagesstätte, Entlastungsangebote. Hilfe zu bitten ist Stärke.
Therapeutische Begleitung: Elternspezifische Burnout-Therapie zeigt gute Ergebnisse. Suche nach Therapeuten mit Eltern-Burnout Expertise.
Eltern dürfen selten zugeben, wie sie sich fühlen. Mindflip ist ein vertraulicher Raum ohne Bewertung. Die ersten Gespräche sind kostenlos.
Kostenlos startenEltern-Burnout ist eine behandelbare Erschöpfungszustand. Dieser Ratgeber ersetzt keine professionelle Unterstützung.
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