Lesezeit ca. 6 Minuten · psychoedukativer Ratgeber
Phasen extremer Energie, kaum Schlaf, Tausend Ideen – dann der Absturz: Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit, Leere. Bipolare Störung ist eine der am meisten fehlverstandenen psychischen Erkrankungen.
Bipolare Störung ist eine Erkrankung des Stimmungsregulationssystems — nicht eine "schlechte Laune" oder "übertriebene Reaktion". Sie verläuft in Episoden:
"Bipolar sind einfach Stimmungsschwankungen": Episoden dauern Tage bis Monate, nicht Stunden. Alltagsstimmung ist etwas anderes.
"Während der Manie geht es doch gut": Manie kann sich gut anfühlen, aber sie zerstört Beziehungen, Finanzen, Karriere. Erkrankungseinsicht ist in der Manie oft aufgehoben.
Stimmungsstabilisatoren: Lithium, Valproat, Lamotrigin — die Basis der Behandlung. Lithium gilt als Goldstandard und ist nachweislich suizidpräventiv.
Psychoedukation: Das Muster der eigenen Erkrankung kennen — Prodromi (Frühzeichen) erkennen, Schlaf als Warnsystem nutzen.
Regelmäßiger Schlaf: Schlafmangel ist der häufigste Auslöser einer manischen Episode.
Psychotherapie (IPSRT, KVT): Interpersonelle und soziale Rhythmustherapie — lebt von Regelmäßigkeit und Beziehungsstabilität.
Mindflip kann helfen, Stimmungsverläufe zu dokumentieren und Gespräche zu führen, die sonst nirgends Platz finden. Kostenlos starten.
Kostenlos startenBipolare Störung ist eine schwere, aber gut behandelbare Erkrankung. Dieser Ratgeber ersetzt keine psychiatrische Behandlung.
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